13.10.2026 | Pressemitteilung

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Jahreskonferenz Rheinisches Radverkehrsrevier: Austausch über Erfolge in anderen Regionen

80 Fachleute treffen sich zum Austausch in Neuss / Auftakt in der dritten Phase zur Umsetzung überörtlicher Radverbindungen im Rheinischen Revier / Planung und Begleitung der Umsetzung in den beteiligten Kommunen / Förderung durch Bund und Land NRW / www.radverkehrsrevier.de

Von links: Volker Mielchen, Geschäftsführer Zweckverband LANDFOLGE Garzweiler, Katharina Reinhold, Landrätin Rhein-Kreis Neuss, Christoph Hölters, Beigeordneter der Stadt Neuss. Foto: Zweckverband LANDFOLGE Garzweiler

Erkelenz, 13. Oktober 2026. Zur vierten Jahreskonferenz im Rheinischen Radverkehrsrevier trafen sich 80 Fachleute in Neuss zum Austausch. Die Konferenz bildete den Auftakt in die dritte Phase des Projektes, dessen Ziel es ist, ein mehrere hundert Kilometer umfassendes, hochwertiges Verkehrsnetz zu entwickeln, das besonders im Alltagsverkehr über längere Wegstrecken verschiedene Kreise, Städte und Gemeinden im gesamten Rheinischen Revier miteinander verbindet. Die Umsetzung ist als Radschnellverbindungen (RSV) und Radvorrangrouten (RVR) geplant.

NRW-Verkehrsminister Oliver Krischer betonte in seiner Grußbotschaft per Video: „Das Radverkehrsrevier zeigt, wie die Verkehrswende gelingt. Es verbindet Nahmobilität, Strukturwandel und regionale Entwicklung. Genau das braucht das Rheinische Revier.“ Das Land NRW unterstützt das Projekt seit Beginn der Arbeiten an den ersten Konzepten.

Vorbereitende Arbeiten weitgehend abgeschlossen

Im Rahmen der Konferenz gaben Fachleute aus unterschiedlichen Regionen und Disziplinen einen Einblick in ähnlich ambitionierte Projekte. Den Stand der Arbeiten im Rheinischen Revier fasste zunächst Dr. Ralf Kaulen vom Stadt- und Verkehrsplanungsbüro Kaulen zusammen. Die vorbereitenden Arbeiten seien in der letzten Projektphase mit der Erarbeitung von sechs Machbarkeitsstudie für Radschnellverbindungen und Vorrangrouten abgeschlossen worden. Wichtig sei, dass nun die konkreten Maßnahmen zur Umsetzung, sofern sie auf das Gesamtkonzept einzahlen, mit 90 bis 97,5 Prozent förderfähig seien. Hierbei spiele der Zweckverband LANDFOLGE Garzweiler als koordinierende Stelle des Gesamtprojektes eine zentrale Rolle, weil dort entsprechende Beratung zur Förderfähigkeit von Maßnahmen abgerufen werden könne.

Blick in erfolgreiche Projekte in anderen Regionen

Dr. Helene Grenzebach aus der Region Hannover legte in ihrem Impulsbeitrag den Schwerpunkt auf die Fragen, wie interkommunale Projekte am ehesten gelingen. Hierbei betonte sie die Bedeutung von gutem Beziehungsmanagement zwischen den unterschiedlichen Akteuren und Vertrauen. Dies bestätigte sich im Vortrag von Annika Stuke vom Verkehrsministerium Baden-Württemberg zur landesweiten Kampagne RadKULTUR. Diese Kampagne unterstützt Kommunen ebenso wie Unternehmen mit einem umfassenden Instrumentarium dabei, den Nutzen vom Umstieg aufs Rad und der Realisierung entsprechender Projekte dauerhaft zu kommunizieren.

Samuel Möhler vom Regierungspräsidium Karlsruhe ergänzte in seinem Vortrag das erforderliche Zusammenspiel unterschiedlicher Akteure bei der Realisierung von Radschnellverbindungen. Wichtig sei vorab die Festlegung klarer Zuständigkeiten mit Rechten und Pflichten, eine breite und kontinuierliche Kommunikation und Beteiligung sowie eine Fachplanung, die darauf abzielt, möglichst viele unterschiedliche Interessen zu berücksichtigen. 2018 sei das Land flächendeckend mit der Planung von Radschnellverbindungen gestartet, konkret seien 23 Projekte mit 350 Kilometern in Planung, 20 Kilometer realisiert.

Thomas Kaasschieter von IPV Delft stellte verschiedene Projekte vor, bei denen Brücken nicht nur wichtiger Bestandteil neuer Infrastruktur, sondern auch echte Landmarken sein könnten mit dem Ziel, das Architektur neue Identitäten schaffen kann. IPV Delft ist ein Architektur- und Designbüro, das sich auf die Gestaltung von Brücken spezialisiert hat.

Zahlreiche Partnerinnen und Partner eingebunden

Das Rheinische Radverkehrsrevier zielt auf die Umsetzung eines überörtlichen Radverkehrsnetztes in der Region. Es wird gefördert vom Bundeswirtschaftsministerium und der NRW-Landesregierung im Rahmen der Strukturförderung des Rheinischen Reviers. Räumlich umfasst das Rheinische Radverkehrsrevier die kreisfreie Stadt Mönchengladbach, die StädteRegion Aachen, die Kreise Heinsberg, Düren und Euskirchen sowie den Rhein-Kreis Neuss und den Rhein-Erft-Kreis. Partnerinnen und Partner in der Steuerungsgruppe des Radverkehrsreviers sind neben den Kreisen und der kreisfreien Stadt Mönchengladbach weitere wichtige Kompetenzträger wie der Landesbetrieb Straßen.NRW, der Allgemeine Deutsche Fahrrad-Club ADFC Nordrhein-Westfalen, Verkehrsverbünde, die Radregion Rheinland sowie das Ministerium für Umwelt, Naturschutz und Verkehr des Landes NRW und schließlich die Zukunftsagentur Rheinisches Revier ZRR.

Weitere Informationen sind unter www.radverkehrsrevier.de abrufbar.

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    Von links: Volker Mielchen, Geschäftsführer Zweckverband LANDFOLGE Garzweiler, Katharina Reinhold, Landrätin Rhein-Kreis Neuss, Christoph Hölters, Beigeordneter der Stadt Neuss. Foto: Zweckverband LANDFOLGE Garzweiler
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