19.09.2025
„Art and min(d)ing“: Kunst trifft Tagebau
Gruppe von Künstlerinnen und Künstlern aus Belgien, den Niederlanden und NRW zu Besuch beim Zweckverband LANDFOLGE Garzweiler / Projekt Kunst und Kultur am Tagebaurand vorgestellt

Foto: Zweckverband LANDFOLGE Garzweiler
Fast 30 Künstlerinnen und Künstler sowie Kuratorinnen und Kuratoren haben im Rahmen einer Exkursion am Tagebau Garzweiler Station beim Zweckverband LANDFOLGE Garzweiler gemacht. Geschäftsführer Volker Mielchen begrüßte die Besuchsgruppe zunächst in der Erkelenzer Ortschaft Keyenberg, wo in den kommenden Jahren ein Kunst- und Kulturprojekt umgesetzt werden soll. Anschließend ging es in der Geschäftsstelle des Verbandes im benachbarten Kuckum unter anderem um die Pläne für die Zeit nach dem aktiven Tagebau. Thema war außerdem die Wiederbelebung der Ortschaften, die sich zwar in der Umsiedlung befinden, nun aber erhalten bleiben. Die NRW-Landtagsabgeordnete Antje Grothus aus Kerpen warf in ihrem Vortrag einen Blick zurück auf die vergangenen Jahre der politischen Entwicklung bis zur Entscheidung für den vorgezogenen Ausstieg aus dem Tagebau bis 2030 mit einem Fokus auf die Protestbewegungen.

Foto: Zweckverband LANDFOLGE Garzweiler
Austausch über Grenzen hinweg
Die Künstlergruppe besuchte die Region unter dem Motto „Art and min(d)ing“ im Rahmen des Drei-Länder-Residenzprogramms Border Residencies, organisiert und begleitet von der Geschäftsstelle des Kulturraums Niederrhein. Die Initiative Border Residencies wurde 2019 gegründet und bietet neben finanzieller Unterstützung insbesondere Möglichkeiten der Vernetzung und Präsentation der Werke in den Grenzregionen. Dabei spielen Exkursionen eine wichtige Rolle. Das zweitägige Programm am Tagebau Garzweiler führte auch zur Raketenstation Insel Hombroich und zum Hausmuseum von Inge Broska. Künstlerinnen und Künstler von insgesamt 18 Residenzen, Stiftungen und Museen aus Deutschland, Belgien und den Niederlanden sind in der Saison 2025/26 beteiligt, darunter das Ludwig Forum in Aachen, Museum Schloss Moyland, Het Nieuwe Domain Sittard, Odapark center for contemporary art in Venray, Art au Centre in Lüttich und das Weltkunstzimmer in Düsseldorf.
Der Besuch der Künstlerinnen und Künstler war ein wertvoller Beitrag zur Erweiterung des Netzwerks rund um die Themen Kunst und Kultur, das der Zweckverband seit dem vergangenen Jahr schrittweise aufbaut.
Weitere Informationen unter www.landfolge.de/kunst-kultur-tagebaurand beim Zweckverband.

Foto: Zweckverband LANDFOLGE Garzweiler

