Gesamtregionales Radverkehrskonzept Rheinisches Revier Projektraum

 

Abbildung 1: Projektplanungsraum

GESAMTREGIONALES RADVERKEHRSKONZEPT

 

für das Rheinische Revier

Das Rheinische Revier ist seit Jahrzehnten geprägt von der Förderung, Gewinnung, Verstromung und Veredelung von Braunkohle. Mit den Kreisen Düren, Euskirchen, Heinsberg, Rhein-Erft, Rhein-Kreis-Neuss sowie der kreisfreien Stadt Mönchengladbach und der Städteregion Aachen liegt das Rheinische Revier im Städtedreieck Aachen, Mönchengladbach und Köln. Vor dem Hintergrund des Klimawandels, der Energiewende und insbesondere dem Beschluss zum Kohleausstieg steht dem Rheinischen Revier ein umfangreicher Strukturwandel bevor. Ein Element der nachhaltigen Mobilität, die einen wichtigen Bestandteil des Strukturwandels darstellt, ist der Radverkehr. Eine kommunen- und kreisübergreifende Radverkehrsnetzplanung ist im Rheinischen Braunkohlerevier bisher nahezu ausschließlich auf einzelne touristische Fernradwege mit thematischem Schwerpunkt beschränkt. Mit der zunehmenden Bedeutung des Radverkehrs im Alltag, auch über mittlere Entfernungen, wird eine über Kreisgrenzen hinausgehende und eng verzahnte Radverkehrsnetzplanung notwendig. So kann ein systematischer und abgestimmter Ausbau des regionalen Radverkehrs im Rheinischen Revier effizient und anhand der wichtigen regionalen Achsen gesteuert werden. Dabei sollte der Radverkehr nicht nur für sich, sondern auch im Zusammenhang mit den anderen Verkehrsmitteln betrachtet werden.

Im Rahmen des Projektes wird ein Netzwerk zum Thema Radverkehr im Rheinischen Revier aufgebaut. Dieses wird durch ein Fachplanungsbüro unterstützt, um gemeinsam eine regionale Radverkehrsnetzplanung zu entwickeln. Dabei soll auch ein Innovationstransfer aus (inter-) nationalen Best-Practice-Beispielen stattfinden, um das Rheinische Revier zu einer Modellregion für zukunftsfähigen, innovativen und bedarfsorientierten Radverkehr aufzubauen.

Folgende Ziele werden in der Netzplanung des zu entwickelnden gesamtregionalen Radverkehrskonzeptes sowohl durch den Ausbau der bisherigen Infrastrukturen als auch Neubau von fehlenden Verbindungen oder Netzlücken verfolgt:

  • Stärkung des Radverkehrs im Rheinischen Revier zur Entlastung der bestehenden Netze, die heute schon an ihre Kapazitätsgrenzen gelangen
  • Verbesserung der Verkehrsbeziehungen zwischen und die Anschlüsse an die Oberzentren des Reviers sowie die Anbindungen an die (Radverkehrs-) Infrastrukturen der benachbarten Regionen.
  • Verknüpfung des Radverkehrs mit anderen Verkehrsträgern
  • Anbindung neu entstandener bzw. geplanter Standorte für Wohnen, Gewerbe, Freizeit unter anderem auf rekultivierten Flächen an bestehende Netze

Bei der Planung und dem Ausbau eines Radverkehrsnetzes für Alltagsverkehre mit Elementen von Radschnellverbindungen / Radschnellwegen und Radvorrangrouten werden Synergien zu Freizeitverkehren angestrebt. Das Projekt wird die aktuellen Standards der FGSV und des Landes NRW im Radverkehr übernehmen, aber auch innovative Ansätze als potentielle Grundlage für zukünftige Standards aufzeigen.

BMVI Förderzeichen

 

Das zu erstellende Konzept ist Teil eines dreiphasigen Gesamtprojektes, das im Rahmen des Sofortprogramms PLUS durch den Zweckverband LANDFOLGE Garzweiler eingereicht wurde. Das Konzept, als erste Phase, wird durch den Bund sowie ergänzend durch das Land NRW gefördert. Die weiteren Phasen umfassen die Umsetzung der sich aus dem Konzept ergebenden Maßnahmen sowie den weiteren Auf- und Ausbau eines revierweiten Netzwerks zum Thema Radverkehr durch die Baulastträger.

Rheinisches Radverkehrsrevier Phasen Schema

 

 

 

Abbildung 2: Projektphase Projektskizze Rheinisches Radverkehrsrevier Sofortprogramm PLUS