Kulturlandschaft
im Wandel

Dokumentationszentrum Tagebau Garzweiler

Geschichte, Gegenwart und Zukunft einer einzigartigen Kulturlandschaft erleben: Das ist ab 2026 im Dokumentationszentrum Tagebau Garzweiler möglich. In unmittelbarer Nähe zum Abbaugebiet des noch aktiven Braunkohletagebaus entsteht mit diesem Projekt ein neuer touristischer Anziehungspunkt für die Region und das ganze Rheinland. Bereits die Gestaltung des Gebäudes nimmt in seiner geschichteten Architektur optisch Bezug zum Tagebau. Er wird in nachhaltiger Holzbauweise errichtet. Vom Gelände des Dokumentationszentrums aus wird die aktuelle Entwicklung der Tagebaulandschaft zu erleben sein. Hier verändert sich Landschaft permanent – auch nach Beendigung des aktiven Tagebaus 2030. Neben dem Ausstellungsgebäude wird deshalb das umliegende Gelände in die Präsentation und das Besuchererlebnis einbezogen. Als Standort ist das ursprünglich zur Abbaggerung vorgesehene Dorf Holzweiler in Erkelenz vorgesehen: Der Tagebau wird in den nächsten Jahren bis 2030 um den Ort schwenken und ist vom Gelände des geplanten Ausstellungszentrums aus zu sehen.

Ansicht des geplanten Dokumentationszentrums Tagebau Garzweiler. Illustration: DKFS

Vision:

Kulturlandschaft Tagebau Garzweiler im Wandel aus Perspektive der Menschen vor Ort erlebbar machen

Entwurfsarchitekten:

DKFS Architekten und RMPSL Landschaftsarchitekten

Ausführende Architekten:

Hartmann Architekten BDA und Raitz von Frentz und Tilosen Partnerschaft mbB

Technische Gebäudeausrüstung:

Koch Planungsgesellschaft mbH

Statik/ Tragwerksplanung:

EFG Ingenieure GmbH

Bauphase:

2025/26

Standort:

Ortstrand von Holzweiler im Stadtgebiet Erkelenz, wenige hundert Meter vom Tagebau entfernt

Fläche Dauerausstellung:

knapp 200 Quadratmeter

Förderung:

Bundesministerium für Wirtschaft und Energie, Land NRW

Ausstellung zum Wandel der Landschaft

Die Ausstellung entsteht parallel zur baulichen Umsetzung des Dokumentationszentrums mit einem Team unter Beteiligung von Dr. Hermanns. Das Gebäude umfasst rund 1.200 Quadratmeter Fläche mit Veranstaltungsräumen, Shop, Wechselausstellungsbereich und Gastronomie. Die Dauerausstellung ist knapp 200 Quadratmeter groß und über eine großzügige Fensterfront in Richtung Tagebau mit der Umgebung verbunden.

Der Zweckverband realisiert die Ausstellung gemeinsam mit der Dr. Ulrich Hermanns Ausstellung Medien Transfer GmbH. Die Präsentation entsteht in Zusammenarbeit mit dem Landschaftsverband Rheinland LVR, mit RWE, dem Heimatverein Erkelenz sowie weiteren Vereinen und Organisationen in der Region. Das Konzept entstand zusammen mit dem Bund Heimat und Umwelt in Deutschland BHU.

DER BAUFORTSCHRITT

Der Bau hat im Herbst 2025 begonnen.
Beteiligt an der Realisierung sind:

  • Entwurfsarchitekten: DKFS Architekten und RMPSL Landschaftsarchitekten
  • Ausführende Architekten: Hartmann Architekten BDA und Raitz von Frentz und Tilosen Partnerschaft
  • Technische Gebäudeausrüstung: Koch Planungsgesellschaft
  • Statik/Tragwerkplanung: EFG Ingenieure

Ziele

Dokumentation

Ausstellungszentrum bietet eine Plattform für die Archivierung und Dokumentation sowie die zeitgemäße Präsentation der Geschichte, der Gegenwart und der Zukunft der Kulturlandschaft des Tagebaus Garzweiler.

Magnet

Der Zweckverband rechnet künftig mit bis zu 35.000 Gästen pro Jahr. Dabei sollen neben Naherholungssuchenden sowie Rad- oder Tagestouristinnen und -touristen auch Schulen und Studierende angesprochen werden.

Perspektivwechsel

Die Perspektive der Menschen aus der Region soll im Mittelpunkt der Ausstellung stehen. Projektpartner sind deshalb Vereine vor Ort wie der Heimatverein Erkelenzer Lande, aber auch der Kreis Heinsberg und der Landschaftsverband Rheinland (LVR).

Erkundung

Das Besucherzentrum wird verbindendes Element zwischen aktivem Tagebau und dem Ort Holzweiler und ein idealer Einstiegspunkt für die Erkundung des Blau-Grünen Bandes Garzweiler werden, das derzeit rund um den Tagebau entsteht.

DER ARCHITEKTURWETTBEWERB

2022 lobte der Zweckverband einen Architekturwettbewerb für die Planung des neuen Dokumentationszentrums aus. 15 Planungsteams reichten ihre Arbeiten dafür ein. Im November 2022 prämierte eine Jury unter Vorsitz von Professor Dipl.-Ing. Andreas Fritzen vom Lehrstuhl für Städtebau und Entwerfen an der Hochschule Bochum drei Entwürfe. Den ersten Platz belegten DKFS architects (London/Hürtgenwald) und RMP Stephan Lenzen Landschaftsarchitekten (Bonn). Das Team hat einen klimafreundlichen Holzbau entworfen, der in seiner Gebäudeform und dem umgebenden Außengelände die schichtförmige Landschaft aufgreift, die für den Braunkohletagebau typisch ist.

Zur vollständigen Dokumentation (PDF-Dokument)

Meilensteine

2019 / 2020
2022
2024
Juni 2025
August 2025
2026

2019 / 2020

Durchführung einer Planungsstudie inklusive Analyse der Voraussetzungen zur Realisierbarkeit eines Besucherzentrums

2022

Auslobung und Durchführung eines Architekturwettbewerbs

2024

Bauantrag Dokumentationszentrum Tagebau Garzweiler

Juni 2025

Förderbescheid liegt vor

August 2025

Baubeginn

2026

voraussichtl. Eröffnung des Dokumentationszentrums Tagebau Garzweiler

PARTNER

Projektpartner in der Realisierung der Ausstellung sind Vereine vor Ort wie der Heimatverein Erkelenzer Lande, aber auch der Kreis Heinsberg, der Landschaftsverband Rheinland (LVR) sowie der Bund Heimat und Umwelt in Deutschland (BHU). 

ANSPRECHPARTNERIN

Clara Wichmann

Projektmanagerin

02164 70366-23

WEITERE BILDQUELLEN

Illustration im Header sowie unter Ziele: DKFS