22.09.2026 | Pressemitteilung

PM als PDF

Bildmaterial

Kontakt

Innovation Valley Garzweiler: Nächste Projektphase zur Standortentwicklung

Dritte Jahreskonferenz im Projekt / Zweckverband LANDFOLGE Garzweiler erhält 2,1 Millionen Euro für Standortentwicklung im Tagebauumfeld / Neue Phase zur Standortentwicklung am Tagebau Garzweiler und zum Ausbau des Innovationsökosystems für Unternehmen

Das Partnerschaftsnetzwerk im Innovation Valley Garzweiler mit der Staatssekretärin im NRW-Wirtschaftsministerium Silke Krebs (Mitte). Foto: Zweckverband LANDFOLGE Garzweiler

Erkelenz, 21. September 2026. Das Projekt Innovation Valley Garzweiler geht in eine neue Phase: Die beteiligten Partnerinnen und Partner haben Anträge für eine weitere Förderperiode gestellt, die sich in der Bewilligung befinden oder bereits bewilligt sind. Damit ist die Fortsetzung des Projekts, das seit 2023 läuft, gesichert. Getragen wird das Innovation Valley Garzweiler vom Zweckverband LANDFOLGE Garzweiler sowie der ZENIT GmbH als Innovationsagentur des Landes NRW, der Wirtschaftsförderung Mönchengladbach, der Wirtschaftsförderungsgesellschaft für den Kreis Heinsberg sowie vom Amt Strukturwandel des Rhein-Kreises Neuss. Innovation Valley Garzweiler ist als regionales Verbundprojekt angelegt. Im Mittelpunkt des Projektes steht die zukunftsfähige Ausrichtung der vom Tagebau Garzweiler geprägten Wirtschaftsregion. Der entstehende Zukunftsraum der Tagebaufolgelandschaft soll im Rahmen des Projektes mit der Wirtschaft und den Innovationspotenzialen der gesamten Region verbunden werden.

Bei der Jahreskonferenz des Innovation Valley Garzweiler sagte Silke Krebs, Staatssekretärin im NRW-Wirtschaftsministerium: „Das Rheinische Revier steht an einem entscheidenden Punkt: Wir wollen aus dem Wandel neue wirtschaftliche Stärke machen – mit guten Arbeitsplätzen, innovativen Unternehmen und Wertschöpfung, die in der Region bleibt. Das Innovation Valley Garzweiler zeigt, wie das gelingen kann: Wenn Wirtschaft, Wissenschaft und Kommunen ihre Kräfte bündeln, wird aus dem Zukunftsraum Tagebaufolgelandschaft ein Innovationsraum für die nächste Generation.“ Im Rahmen der Konferenz überreichte Silke Krebs einen Förderbescheid aus dem Programm STARK an den Rhein-Kreis Neuss.

Mehrere Referentinnen und Referenten hoben die Bedeutung von Innovation für die Zukunft der Wirtschaftsregion hervor. Dabei betonten Alexandra Veit von der ZENIT ebenso wie Jürgen Steinmetz von der IHK Mittlerer Niederrhein und Dr. Jan Gebauer von der Textilfabrik 7.0 die Bedeutung von Bildung sowie der Vernetzung mit Hochschulen und der Forschung. Für die Zukunftsagentur Rheinisches Revier stellte Bodo Middeldorf die Bedeutung des Reviers als Net Zero Valley hervor – und damit als europäische Modellregion für klimaneutrale Industrie. Ulrich Schirowki von der Wirtschaftsförderung im Kreis Heinsberg wies auf den Bedarf weiterer Gewerbeflächen in der Region als Voraussetzung für erfolgreiche Unternehmensansiedlungen hin.

Strukturwandel als Verantwortung und Chance

Der Verbandsvorsteher des Zweckverbands LANDFOLGE Garzweiler Stephan Muckel ergänzte, dass der Ausstieg aus dem Tagebau eine große Verantwortung für die Beteiligten bedeute, aber ebenso große Chancen biete. Diese Chancen wolle der Zweckverband unter anderem mit der Internationalen Gartenausstellung 2037 nutzen.

Der Geschäftsführer des Zweckverbandes Volker Mielchen hob die Bedeutung der Menschen für das Gelingen des Projektes Strukturwandel hervor: „Eine positive Haltung der Menschen ist für die Gestaltung wichtiger Zukunftsfragen bedeutsam. Unser Ziel ist die Entwicklung vom rheinischen Braunkohlerevier zum rheinischen Seenland.“ Dabei sei der Bau der geplanten Seen Stand der Technik und vielfach erprobt.

Standortentwicklung im Umfeld des Tagebaus

Der Zweckverband LANDFOLGE Garzweiler wird in der kommenden Projektphase mit 2,1 Millionen Euro gefördert. In der neuen Phase des Projektes, die bis Ende September 2030 läuft, arbeitet der Zweckverband an der Entwicklung von Standorten im unmittelbaren Tagebauumfeld. Der neue Stadtteil Jüchen-Süd, der auf rekultiviertem Land entstehen wird, soll planerisch weiter vorbereitet werden. Dies gilt auch für das Gewerbegebiet Jackerath unter anderem mit dem Autohof der Zukunft. Für den Kohlebunker des Tagebaus Garzweiler wird ein Entwicklungskonzept erstellt. Der Kohlebunker ist als Bestandteil der sogenannten Tagesanlagen mit der Infrastruktur des Tagebaubetriebs nach Beendigung des Bergbaus für andere Nutzungen verfügbar. Zudem ist für den Masterplan Seeentwicklung, der 2025 vorgelegt wurde, eine erste Aktualisierung vorgesehen.

Weitere Informationen unter www.innovation-valley.de

Bildmaterial

Bildunterzeilen

  • 1
    Das Partnerschaftsnetzwerk im Innovation Valley Garzweiler mit der Staatssekretärin im NRW-Wirtschaftsministerium Silke Krebs (Mitte). Foto: Zweckverband LANDFOLGE Garzweiler

Kontakt

Jörg Meyer zu Altenschildesche

Kommunikation und Öffentlichkeitsarbeit

02164 70366-26