20.07.2026 | Pressemitteilung
Rheinisches Radverkehrsrevier: Neue Projektphase gestartet
Zweckverband LANDFOLGE Garzweiler: Dritte Phase zur konkreten Planung und Begleitung der Umsetzung in den beteiligten Kommunen / Förderung durch Bund und Land NRW / Ausführlicher Projektbericht mit Überblick aller Machbarkeitsstudien der Jahre 2023 bis 2025 liegt vor / www.radverkehrsrevier.de

Foto: Zweckverband LANDFOLGE Garzweiler
Erkelenz, 21. Juli 2026. Der Zweckverband LANDFOLGE Garzweiler hat federführend für das Netzwerk des Rheinischen Radverkehrsreviers eine neue Phase im Gesamtvorhaben zur Umsetzung eines überörtlichen Radverkehrsnetztes in der Region gestartet: Gefördert vom Bundeswirtschaftsministerium und der NRW-Landesregierung im Rahmen der Strukturförderung des Rheinischen Reviers unterstützt der interkommunale Zweckverband die beteiligten Kommunen bei konkreten Planungsleistungen für die abschnittweise Realisierung von Strecken. Räumlich umfasst das Rheinische Radverkehrsrevier die kreisfreie Stadt Mönchengladbach, die StädteRegion Aachen, die Kreise Heinsberg, Düren und Euskirchen sowie den Rhein-Kreis Neuss und den Rhein-Erft-Kreis. Damit beginnt in dem Projekt bereits die dritte Phase, die bis Ende 2029 läuft.
Umfassende Zwischenbilanz vorgelegt
Volker Mielchen, Geschäftsführer des Zweckverbands LANDFOLGE Garzweiler, beschreibt die ambitionierte Aufgabe: „Unter unserer Federführung gehen im Projekt des Rheinischen Radverkehrsreviers alle Städte und Gemeinden mit den Kreisen gemeinsam daran, ein hochwertiges, sicheres, flächendeckendes Netz von komfortablen Radverbindungen zu planen – über kommunale Grenzen hinaus im überörtlichen Verkehr und für den Alltag. Das ist modellhaft in ganz NRW.“
Der jetzt abgeschlossene, zweite Abschnitt in dem Gesamtvorhaben umfasste im Kern die Erarbeitung von sechs Machbarkeitsstudien für überörtliche Radschnellverbindungen oder andere hochwertige Verbindungen im Rheinischen Revier: Neuss – Mönchengladbach, Heinsberg – Mönchengladbach, Mönchengladbach – Grevenbroich, Aachen – Baesweiler, Frechen – Düren – Aachen sowie zu vier Radvorrangrouten im Kreis Euskirchen. Diese Studien wurden auf Basis der Netzplanung des Radverkehrskonzeptes Rheinisches Revier entwickelt. Darüber hinaus wurde im Projektrahmen eine eher touristisch ausgerichtete Themenradroute durch das gesamte Rheinische Revier konzipiert, das insbesondere die drei großen Tagebaugebiete miteinander verbindet und umfasst.
Alle bisherigen Ergebnisse und auch ein 60-seitiger Projektbericht zu dieser Arbeit, die in den Jahren 2023 bis 2025 durchgeführt wurde, ist unter www.radverkehrsrevier.de verfügbar.
Schrittweise Planung von Streckenabschnitten
Ausgehend von den bisher erarbeiteten Ergebnissen geht es in dem Projekt bis 2029 nun darum, die unterschiedliche Maßnahmen für einzelne Streckenabschnitte weiter einer investiven Umsetzung zuzuführen. Dabei wird weiter der bestmögliche bauliche Standard in der Umsetzung angestrebt, auch wenn die Strecken beispielsweise nicht durchgängig als Radschnellverbindung realisiert werden können. Das Land NRW wird das Projekt weiter fachlich und finanziell fördern. So sind künftig Planungsmittel verfügbar, wobei der Zweckverband LANDFOLGE Garzweiler weiter koordinierend und beraterisch verantwortlich bleibt.
Auch das in den vergangenen Jahren entstandene fachliche Netzwerk wird weitergeführt. Partnerinnen und Partner in der Steuerungsgruppe sind neben den Kreisen und der kreisfreien Stadt Mönchengladbach weitere wichtige Kompetenzträger wie der Landesbetrieb Straßen.NRW, der Allgemeine Deutsche Fahrrad-Club ADFC Nordrhein-Westfalen, Verkehrsverbünde, die Radregion Rheinland sowie das Ministerium für Umwelt, Naturschutz und Verkehr des Landes NRW und schließlich die Zukunftsagentur Rheinisches Revier ZRR.
Rheinisches Radverkehrsrevier im Überblick
Ziel des Rheinischen Radverkehrsrevier ist es, vor dem Hintergrund des laufenden Strukturwandels des Braunkohlereviers ein mehrere hundert Kilometer umfassendes Verkehrsnetz idealerweise aus Radschnellverbindungen (RSV) und Radvorrangrouten (RVR) zu entwickeln, das besonders im Alltagsverkehr über längere Wegstrecken verschiedene Kreise, Städte und Gemeinden im gesamten Rheinischen Revier miteinander verbindet. Dabei werden hohe Qualitätsstandards beispielsweise für Ausbau, Beschilderung und Verkehrsführung zugrunde gelegt. Ergänzender Bestandteil des Konzeptes sind sichere und komfortabel Radverbindungen rund um die entstehenden Seen, die nach den Tagebauen in Hambach, Garzweiler und Inden entstehen. Die Realisierung des Netzes wird schrittweise bis ins Jahr 2040 angestrebt.
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