01.06.2026

Verbandsversammlung beschließt Eckpunkte für den Haushalt 2027

Zahlreiche Investitionsprojekte zur Umsetzung bis 2029 vorgesehen

Foto: Zweckverband LANDFOLGE Garzweiler

Die 17. Verbandsversammlung des Zweckverbands LANDFOLGE Garzweiler hat den Jahresabschluss 2026 sowie die Eckpunkte für den Haushalt 2027 einstimmig verabschiedet. Die Eckpunkte des kommenden Haushalts sehen Investitionen von knapp 17 Millionen Euro vor. Damit spiegeln die Eckpunkte deutlich den Stand der verschiedenen Projekte wider, die der Zweckverband im Umfeld des Tagebaus mit Fördermitteln aus dem Strukturwandel gemeinsam mit seinen Mitgliedskommunen Mönchengladbach, Erkelenz, Titz, Bedburg, Grevenbroich sowie Jüchen vorantreibt. Verschiedene Projekte sind jetzt von der konzeptionellen Vorbereitung in die Phase der konkreten Planung übergegangen.

Ein Schwerpunkt der Berichterstattung in der Verbandsversammlung bildete der laufende Bau des Dokumentationszentrums Tagebau Garzweiler in der Erkelenzer Ortschaft Holzweiler. Bei der Errichtung des Gebäudes spielen Aspekte nachhaltigen Bauens eine zentrale Rolle. Dies begann schon bei der Wahl des Standorts. Das Gebäude wird auf einer ehemaligen Gewerbefläche errichtet, um den Flächenverbrauch sehr gering zu halten. Auch Regenwassernutzung, regenerative Stromerzeugung, Materialwahl und materialsparende Holzbauweise sowie ein dezentrales Lüftungssystem mit Wärmerückgewinnung gehören zum Standard. Damit erreicht das Gebäude KfW 40 Standard, das heißt, der Energiebedarf liegt 60 Prozent unter dem eines vergleichbaren Referenzgebäudes nach dem Gebäudeenergiegesetz. Geplant ist die Eröffnung des Ausstellungszentrums für das Frühjahr 2027.

Ebenfalls kurz vor der Umsetzung stehen die ersten Abschnitte des Blau-Grünen Bandes Garzweiler rund um den künftigen See. Weitere Hochbauten als sogenannte Impulsbauten sind in Mönchengladbach-Wanlo, Titz und Jüchen geplant. Auch die Pläne für den Kunst- und Kulturhof in Keyenberg sowie für die Umgestaltung des Marktplatzes in Wanlo und den Energiepfad 2.0 in Grevenbroich sind weit fortgeschritten.