23.03.2026 | Pressemitteilung

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Innovationsstandort Jackerath: Zweckverband LANDFOLGE Garzweiler stellt Konzeptstudie vor

Enge Abstimmung mit beteiligten Kommunen / Geplante Entwicklung für die kommenden vier Jahrzehnte / Großes Potenzial durch einzigartigen Standort im Rheinischen Revier und Vernetzung mit anderen Projekten

Illustration: Astoc

Erkelenz, 23. März 2026. Der Zweckverband LANDFOLGE Garzweiler hat für den geplanten Innovationsstandort Jackerath in der Landgemeinde Titz eine detaillierte Konzeptstudie erarbeitet. Die Analyse geht der Frage nach, wie sich der Standort Jackerath lokal und überregional in der Projektlandschaft des gesamten Rheinischen Reviers positionieren kann. Ziel ist es, aufbauend auf den bisherigen Planungen des Zweckverbandes – allen voran zum Masterplan der Seeentwicklung – eine Profilierung des Ortes in der unmittelbaren Nähe des zentralen technischen Hafens für den 22 Quadratkilometer großen See vorzunehmen.

Dabei geht es um die Projektierung eines interkommunalen Gewerbegebiets, dessen Potenzial sich mit den anstehenden Veränderungen in den kommenden rund 40 Jahren voll entwickeln kann. Beteiligt an den Arbeiten waren neben verschiedenen Mitgliedskommunen des Zweckverbands unter anderem die Wirtschaftsförderungen der Kreise Düren und Heinsberg sowie RWE Power.

Zentrale Lage mit sehr großem Potenzial

Die vorliegende Studie entstand im Rahmen des Strukturwandelprojektes Innovation Valley Garzweiler durch das Planungsbüro Astoc. Das Areal in Jackerath entfaltet sein Potenzial durch die direkte Nähe zur Autobahninfrastruktur, aber auch durch die besonders attraktive Lage am künftigen See. Neben der jahrzehntelangen zeitlichen Perspektive der Entwicklung haben die Fachleute bei der Erstellung der Konzeptstudie ausführlich weitere laufende Projekte wie den Brainergy Park in Jülich und die angrenzend geplanten Rechenzentren berücksichtigt. Der ebenfalls am Standort geplante „Autohof der Zukunft“ ist als möglicher erster Entwicklungsschritt angedacht. Die Ortschaft Jackerath soll durch die Schaffung von Geschosswohnungsbau auch als Wohnstandort gestärkt werden.

Im Ergebnis kommt die Konzeptstudie zu dem Schluss, dass insbesondere die zentrale Lage mit der sehr guten Anbindung und dem künftigen See die projektierten Flächen zu einem einzigartigen Gewerbestandort im gesamten Rheinischen Revier machen werden und Chancen für Freizeit und Tourismus bieten.

In mehreren Zeitscheiben ist eine stufenweise Erschließung und Entwicklung von Anfang der 2030er Jahre bis etwa zum Jahr 2070 zu favorisieren. Diese kann parallel mit der Ausgestaltung und Entstehung des Sees und wesentlichen Projekten wie der Internationalen Gartenausstellung 2037 im Raum des dann ehemaligen Tagebaus Garzweiler erfolgen. Im voll entwickelten Ausbau könnte der Innovationsstandort über eine Fläche von 71 Hektar verfügen.

Verschiedene Szenarien für Branchenprofilierung 

Als mögliche wirtschaftliche Nutzungen schlagen die Studienautoren zwei Szenarien – immer unter dem Ansatz eines Innovationsstandortes – vor. Die erste Variante mit dem Namen „Campus Vitalis“ soll ein Zusammenspiel von Landwirtschaft, Ernährung, Lebensmittelproduktion, Gesundheit sowie Freizeit und Bildung in den Mittelpunkt stellen. Szenario zwei wird als „Smart Bio-Energy Lab“ skizziert. Hier liegen die wesentlichen Zukunftsthemen beispielsweise auf so genannten biointelligenten Systemen unter anderem mit der KI-gestützten Simulation biologischer Prozesse, bioenergetischen Systemen zur Energiegewinnung oder auch der Nutzung und Entwicklung von Stoffkreisläufen. Beide möglichen Szenarien haben starke Anknüpfungspunkte an bestehende und in der Entwicklung befindliche Standorte sowie Projekte im Rheinischen Revier. Hierdurch sollen bewusst Synergien genutzt werden.

Der Zweckverband plant, die Konzeptstudie zum Innovationsstandort Jackerath zunächst in den kommenden Jahren weiter zu konkretisieren. Für die Umsetzung werden private Investoren und Projektentwickler gesucht.

Die Konzeptstudie ist unter www.landfolge.de/innovation-valley-garzweiler als Download abrufbar.

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Jörg Meyer zu Altenschildesche

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