INNOVATION VALLEY GARZWEILER: RAUM FÜR INNOVATION

 

Der Planungszeitraum für den Strukturwandel im Zusammenhang mit dem Braunkohletagebau Garzweiler umfasst die kommenden Jahrzehnte bis in die 70er Jahre des 21. Jahrhunderts. Nach Beendigung der Braunkohleverstromung stehen die Rekultivierung von Flächen, neu zu definierende Flächennutzungen sowie die Befüllung und touristische Entwicklung des künftigen Tagebausees südlich von Mönchengladbach an. Allein die Seebefüllung wird mehrere Jahrzehnte dauern.

Potenzial als großflächiger Demonstrationsraum

Mit dem Projekt „Innovation Valley Garzweiler“ hat der Zweckverband LANDFOLGE Garzweiler ein Prozess angestoßen, in dem über Zukunft diskutiert und Innovation in verschiedenen Themenfeldern angestrebt werden. Dies steht im Kontext des gesamten „Rheinischen Zukunftsreviers“ und den im Wirtschafts- und Strukturprogramm formulierten, strategischen Zukunftsfeldern und Zielen. Entscheidend hierfür ist der Transfer von wissenschaftlichen Erkenntnissen in die Wirtschaft, so dass in der Region nachhaltige Wertschöpfung entsteht. In der Tagebaufolgelandschaft besteht ein großes Potenzial für einen großflächigen Demonstrationsraum, in dem die Zukunft von Wohnen und Arbeiten in einer hochproduktiven Landschaft des 21. Jahrhunderts erprobt wird.

Die Idee eines Innovationsraumes in der Folgelandschaft des Braunkohletagebaus Garzweiler ist seit 2017 schrittweise in der Entwicklung. 2020 erfolgte eine erste Konkretisierung in einem Leitbildprozess mit internationaler Beteiligung. Im Ergebnis entstanden ein zeitlich gestaffelter Strukturplan zur Entwicklung der Tagebaufolgelandschaft sowie Prinzipien zu Entwicklung des Raums.

 

Tagebaufolgelandschaft mit Potenzial der Wirtschaft vernetzen

Zur inhaltlichen Ausgestaltung des Innovationsraumes hat der Zweckverband LANDFOLGE Garzweiler auf Grundlage des Leitbildprozesses ein Förderprojekt entwickelt. Hierbei arbeitet der Zweckverband eng mit den Wirtschaftsförderungen im Nordrevier und der ZENIT GmbH als Innovationsagentur des Landes zusammen. Ziel ist es dabei, den Zukunftsraum der Tagebaufolgelandschaft mit den Potenzialen der regionalen Wirtschaft zu vernetzen.

In den kommenden Jahren werden Studien und Planungen zu Teilbereichen des Innovation Valley Garzweiler erstellt. Dies umfasst auch den zukünftigen See. Ein möglicher Baustein sind so genannte Wissens- und Innovationshubs – also Schwerpunktgebiete für Innovationen – im Norden des Tagebaus bei Wanlo und Hochneukirch sowie im Süden bei Jackerath. Sie sollen Ausgangspunkt für gewerbliche Entwicklung und neue Siedlungen sein. Idealerweise siedeln sich hier Neugründungen oder Außenstellen vorhandener Einrichtungen an, die neue Geschäftsfelder abseits der Stadt in einer exponierten Lage suchen.

Die grundlegenden Ergebnisse der Leitbildentwicklung für das „Innovation Valley“ aus dem Jahr 2020 finden Sie hier.