STRUKTURWANDEL

 

Das „Rheinische Revier“, zu dem die Kreise Düren, Euskirchen, Heinsberg, der Rhein-Erft-Kreis und der Rhein-Kreis Neuss sowie die Stadt Mönchengladbach und die Städteregion Aachen gehören, ist durch die Gewinnung, Verstromung und Veredlung der Braunkohle geprägt. Die notwendige Energiewende und die internationalen Zielstellungen zum Klimaschutz stellen die Region vor eine große Herausforderung. So wurde durch die vom Bund berufene Kommission für Wachstum, Strukturwandel und Beschäftigung ein Handlungsansatz empfohlen, der einen Ausstieg aus der Kohleverstromung in Deutschland bis 2038 vorsieht. Parallel zum Ausbau der Erneuerbaren Energien sollen demnach schrittweise Kapazitäten von Kohlekraftwerken vom Netz genommen werden. Für die daraus resultierenden regionalwirtschaftlichen Probleme sollen mit einem Strukturentwicklungsprogramm neue regionale Entwicklungsperspektiven entstehen. Ziel ist die Weiterentwicklung des Rheinischen Reviers zu einer Modellregion für die Energiewende auf Basis der gegebenen wirtschaftlichen und infrastrukturellen Stärken im Sinne einer modernen und nachhaltigen Industrie- und Strukturpolitik. In den letzten Jahren wurden in mehreren Studien und Konzepten Entwicklungsziele und Handlungsschwerpunkte identifiziert.

Rheinisches Revier Garzweiler

 

WIRTSCHAFTS- UND STRUKTURPROGRAMM 1.0

 

Mit dem Eckpunktepapier „Das Rheinische Zukunftsrevier“ lag 2018 eine erste Strategie zur Entwicklung der Region vor.

Zur Unterstützung der Entwicklung des Rheinischen Reviers im Zusammenhang des Strukturwandels wurde diese in 2019 zu einem Wirtschafts- und Strukturprogramm 1.0 weiterentwickelt. Die Zukunftsagentur Rheinisches Revier (ZRR) hat hierfür Facharbeitsgruppen, sogenannte „Revierknoten“ gebildet. In den Themenbereichen „Energie und Industrieregion“, „Raumentwicklung und Infrastruktur“, „Ressourcen und Agrobusiness“ und „Innovation und Bildung“ wurde unter der Beteiligung der Fachöffentlichkeit und Unterstützung des Ministeriums für Wirtschaft, Innovation, Digitalisierung und Energie des Landes Nordrhein-Westfalen (MWIDE) intensiv gearbeitet.

Das WSP hat das Ziel, einen konkreten Leitfaden und einen strategischen Rahmen für den Einsatz der in Aussicht gestellten Fördermittel für das Rheinische Revier zu schaffen. Mit einem breit angelegten Beteiligungsprozess mit allen relevanten Akteuren und BürgerInnen des Rheinischen Reviers, soll dieses Programm zu einem WSP 1.1. weiterentwickelt werden. Die BürgerInnen erhalten die Möglichkeit in unterschiedlichen Veranstaltungen Ihre Meinungen, Ansichten und Vorstellungen einzubringen. Situationsbedingt werden zusätzliche digitale Angebote zur Verfügung gestellt, sich in den Prozess einzubringen. Weitere Informationen zu aktuellen Entwicklungen der Bürgerbeteiligung erhalten Sie auf der Seite des Rheinischen Reviers. Auch bei youtube sind verschieden Informationsvideos sowie Mitschnitte der Veranstaltungen einzusehen, wie beispielsweise die Vorstellung des Zukunftsreviers 2020-2050.