Erste Fachtagung des Verbundprojekts erfolgreich durchgeführt

Erste Fachtagung des Verbundprojekts erfolgreich durchgeführt
AKTUELLES

Zusammenhalt hoch drei

 

Erste Veranstaltung im Verbundprojekt

Im historischen Rathaus in Erkelenz hat die erste Fachtagung des Zweckverbandes LANDFOLGE Garzweiler im Rahmen des Verbundprojektes „Zusammenhalt hoch drei“ stattgefunden. Das Projekt zielt darauf ab, die Lebensqualität in Ortschaften, die einem radikalen Strukturwandel unterworfen sind, zu erhalten oder idealerweise zu verbessern und den sozialen Zusammenhalt vor Ort zu stärken. Beispielhaft wird die Entwicklung in verschiedenen Ortschaften im Rheinischen Braunkohlerevier analysiert: im Erkelenzer Stadtgebiet für die Dörfer Holzweiler, Kaulhausen und Venrath sowie die neuen, umgesiedelten Ortschaften Berverath, Keyenberg, Kuckum, Ober- und Unterwestrich. Hinzu kommt Morschenich als Ortsteil der Gemeinde Merzenich im Kreis Düren.

Austausch von Forschung und Praxis

Neben dem Zweckverband sind das ILS – Institut für Landes- und Stadtentwicklungsforschung als Projektleitung sowie die Stadt Erkelenz als Partner in das Projekt eingebunden. Assoziierte Partnerin ist die Gemeinde Merzenich. In Erkelenz trafen Akteure aus der Wissenschaft mit Praktikern zusammen. Eröffnet wurde die Veranstaltung von Volker Mielchen, Geschäftsführer des Zweckverbandes LANDFOLGE Garzweiler gemeinsam mit Ansgar Lurweg als Technischer Beigeordneter der Stadt Erkelenz. Projektleiter Michael Kolocek vom ILS gab zunächst einen Gesamtüberblick zum so genannten Forschungs-Praxis-Projekt „Zusammenhalt hoch drei“.

Konkreter Nutzen steht für Betroffene im Zentrum

Im Zentrum des Austauschs, an dem auch der Bürgermeister von Erkelenz Stefan Muckel teilnahm, standen drei Vorträge aus sehr unterschiedlichen Bereichen der Daseinsvorsorge im ländlichen Raum: Professor Hildegard Schröteler von Brand von der Universität Siegen beleuchtete digitale Instrumente für den ländlichen Raum, anhand derer die Dorfentwicklung vorangetrieben werden kann. Aus dem Lausitzer Revier angereist war Gregor Schneider, der Aspekte der Mitgestaltung im demografischen Wandel vorstellte. Er stellte Ergebnisse des Projekts „Kleinstadt gestalten“ in Weißwasser vor und zeigte dabei auch auf, an welche Grenzen innovative Projektideen und Ansätze stoßen können. Der Kommunalberater Heiko Stock stellt in einem dritten Impulsvortrag den örtlichen Zusammenhalt am Beispiel des hessischen Vogelsbergkreises dar. Stock machte deutlich, dass die jeweiligen Projekte konkrete und sichtbare Ergebnisse liefern müssen, um ein stabiles Engagement in den Dorfgemeinschaften dauerhaft aufrechtzuerhalten. Für die Bewohnerinnen und Bewohner muss der Nutzen der Projekte langfristig erkennbar sein, damit diese wirken.

Weitere Veranstaltungen geplant

Die Fachveranstaltung in Erkelenz war die erste von drei im Rahmen des Projektes mit dem offiziellen Titel „Kommunen innovativ – Zhoch3. Zusammenhalt hoch 3 – Innovative Strategien zur Sicherung der Daseinsvorsorge in neuen und alten Ortschaften im Braunkohlerevier Garzweiler“. Für die Moderation der Veranstaltung war das Planungsbüro HJP Planer verantwortlich. Gefördert wird das Projekt vom Bundesministerium für Bildung und Forschung.

Unter Zusammenhalt hoch drei finden sich weitere Informationen zum Projekt.

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