INNOVATION VALLEY

 

Das Innovation Valley ist die Vision für den Bereich östlich des zukünftigen Sees. Sie stellt innerhalb der drei Landschaften das grüne Herz dar. Hier soll eine vielgestaltige, offene Landschaft mit Terrassen, Feucht‐ und Trockenzonen entstehen. Zum zukünftigen See hin bietet sie Raum für neue Wirtschafts‐ und Wohnstandorte. Auch Einrichtungen für Forschung, das Gesundheitswesen, Dienstleistungen können in dieser attraktiven Landschaft Platz finden. Die Topographie der Hügellandschaft ermöglicht vielfältige Aussichten. Durch die Rekultivierung entsteht jeden Tag ein Teil der neuen Landschaft und auch angrenzende Randbereiche können bereits entwickelt werden. Dennoch wird das Innovation Valley erst in den 40er Jahren vollständig nutzbar sein. Insofern muss sich das Projekt intensiv mit gesellschaftlichen Themen der Zukunft auseinander setzen.

Ziel der zurzeit laufenden Planung ist es, ein Leitbild für das Innovation Valley zu entwickeln, welches das vorhandene Grobkonzept im Hinblick auf die Nutzungsziele und die räumliche Struktur konkretisiert. Neben der Topografie sind Erschließungs- und Grünstruktur des Teilraums zu klären. Dabei soll das Leitbild an weitere Prozesse im Rheinischen Revier anknüpfen. Ausgehend von dem Leitbild sollen Entwicklungsperspektiven für die Region entstehen, die auch eine Attraktivitätssteigerung und überregionale Strahlkraft besitzen.  

Zweckverband LANDFOLGE Garzweiler Innovation Valley

LEITBILDENTWICKLUNG

In der Zeit vom 16. bis 21. August 2020 fand in der Stadthalle Erkelenz die Werkstattwoche zur Leitbildentwicklung „Innovation Valley“ mit mehreren internationalen Teams statt. Innerhalb der Woche wurde auch der Bürgerschaft im Rahmen von zwei öffentlichen Foren die Möglichkeit gegeben sich einzubringen. Der Fokus des ersten Termins lag in der gemeinsamen Ideensammlung. Beim zweiten Termin präsentierten die Teams ihre Entwürfe für die Leitbilder des Innovation Valleys.

Am Ende der Werkstattwoche tagte die Empfehlungskommission, bestehend aus Fach- und Sachpreisrichtern unter Leitung von Prof. Johannes Ringel, um für die drei vorgestellten Leitbildentwürfe eine Bewertung und Empfehlungen zum weiteren Umgang mit den Ergebnissen abzugeben. Nach intensiven Diskussionen der Jury wurde einstimmig der Entwurf des Teams Schweden unter Federführung von Johannes Tovatt auf Rang 1 gesetzt. Die beiden anderen Teams aus den Niederlanden (KCAP) und Deutschland (Cityförster) teilen sich den zweiten Rang. Insgesamt soll der Beitrag des Teams Schweden somit als Orientierung für die weitere Entwicklung des Projekts dienen. Zur Präsentation und Kommunikation wird das Strukturkonzept überarbeitet und im Herbst präsentiert.

Gegenüber dem „Drehbuch zur Tagebaufolgelandschaft Garzweiler“ von 2016 stellen die Ergebnisse eine wichtige konzeptionelle Weiterentwicklung dar. So lassen sich aus allen drei Arbeiten sowohl wichtige übergreifende Erkenntnisse, als auch eine Vielzahl einzelner guter Ansätze ableiten.

Weitere Informationen zu Aufgabenstellung, Zwischenschritten und Ergebnissen sowie  Eindrücke aus der Werkstattwoche finden Sie hier.